Sonntag, 11. Dezember 2016

Erkämpfter Punkt trotz Unterzahl

Markus, Pascal und Sebastian nach dem Wettkampf gegen Donaueschingen

Endergebnis des Wettkampfs GV Donaueschingen gegen VfL Sindelfingen


Am Samstag vor dem dritten Adventsfeiertag ging es für die Gewichtheber des VfL Sindelfingen nach Donaueschingen. Da man nur mit fünf anstatt sechs hebern anreiste, war von Anfang an klar, dass man heute keine Chance haben wird. Aus diversen Gründen musste man auf viele Ersatzleute verzichten und auch der ansonsten beste Punktegarant des VfL musste kurzfristig verletzungsbedingt absagen. Umso erstaunlicher war es, dass man im Reißen den Gastgebern zu Beginn des Wettkampfs das Leben schwer machte. Alle voran ist das den starken Frauen Romina Schulze und Fiona Dosdall zu verdanken.

Knappe Führung im Reißen

Nachdem sie ihre ersten Versuche problemlos in der Wertung hatten, war der Zwischenstand bereits 28 Punkte für Sindelfingen zu 0 Punkte für Donaueschingen. Fiona brachte ihre 57kg sogar im Stand über den Kopf, was Hoffnung auf mehr machte. Nachdem auch Marcel Dingler in das Wettkampfgehschehen eingriff und seinen ersten Versuch mit 92kg erfolgreich gerissen hatte war der Vorsprung auf 35 zu 0 Punkte gewachsen. Romina konnte auch ihren zweiten Versuch mit 46kg souverän in die Wertung bekommen. Fiona zeigte bei 60kg zwar einen deutlichen Kraftüberschuss war aber leider etwas unkonzentriert und musste die Hantel hinter sich ablegen. Marcel gelang es nach einem starken Versuch 95kg in die Wertung zu bekommen.
In den zweiten Versuchen kamen aber auch die Donaueschinger in den Gewichtsbereich wo es für sie Punkte gab. Und so versuchte sie die Aufholjagd einzuleiten. Neuer Zwischenstand war 41 zu 14. In ihren dritten Versuchen scheiterten Fiona und Marcel leider knapp an 60kg bzw. 98kg. Nur Romina behielt eine saubere Weste und verbuchte 48kg und 18 Relativpunkte auf ihrem Konto. Neuer Zwischenstand nach der erste Gruppe des Reißens war 43 zu 15. Vorsprung 28 Punkte. Nun war die Frage wie der personell unterlegene zweite Block sich verkaufen würde. Hier traten zwei Sindelfinger, Sebastian Pawlik und Markus, gegen drei Donaueschinger an. Beide waren in letzter Zeit Verletzungen geplagt, Sebastian etwas weniger, daher konnte er sich auch in altbekannter Stärke präsentieren. Er konnte die Führung durch seinen ersten Versuch an 85kg verteidigen. Neuer Stand nach den ersten Reißversuchen der zweiten Gruppe 57 zu 35. Das Polster begann zu schrumpfen. In den zweiten Versuchen scheiterte Sebastian an 89kg und Markus an 90kg. Bei den Donaueschinger lief es besser. Neuer Stand 57 zu 46. Vorsprung nur noch 11 Punkte.
In den dritten Versuche machte die zwei ihre Sache aber besser. Sebastian riß 90kg und Markus 91kg und konnte so auch einen kleinen Beitrag nach zweimonatiger Verletzungspause beitragen. Die letzten Versuche der Donaueschinger misslangen alle und so konnte man dann doch mit einem Vorsprung von 17 Punkte das Reißen mit 63 zu 46 gewinnen.

Spannung im Stoßen

Im Stoßen war klar, dass man diesen Vorsprung nicht verteidigen kann, sofern kein Donaueschinger alle drei seiner Versuche misslingen.
Aber das Stoßen begann dann doch ganz anders. Romina gelang ihr erster Versuch mit 50kg. Fiona und Marcel scheiterten aber an ihren Anfangsversuchen. Und schon betrug der Vorsprung nur noch einen Punkt. 83 zu 82. Fiona steigerte trotz Fehlversuch von 72kg auf 75kg. Und ihr Versuch misslang abermals. Jetzt wurde aus der Hoffnung, dass ein Donaueschinger alle seine Versuche verfehlt, die Furcht, dass das jemanden aus der eigenen Mannschaft passieren kann.
Marcel konnte dafür mit beherzten Kampf 107kg ausstoßen. Die Donaueschinger waren an Sindelfingen vorbeigezogen. Neuer Stand 109 zu 127.
Glücklicherweise konnte Fiona ihren dritten Versuch mit 75kg dann gültig ausstoßen und Romina konnte sich ebenfalls noch auf 57kg steigern. Sodass nach der ersten Gruppe der neue Zwischenstand 145 zu 130 für den VfL war. So waren die Kräfteverhältnisse nach dem Reißen wiederhergestellt.
Im zweiten Block hieß es wieder zwei Sindelfinger gegen drei Donaueschinger. Sebastian und Markus bewältigen beide ihre Anfangslast von 110kg. Bei den Donaueschingern konnte nur zwei der drei Heber ihr Anfangsgewicht über den Kopf bekommen. So konnte noch ein kleiner Vorsprung von vier Punkten bei 204 zu 200 bestehen bleiben. Im zweiten Versuch konnte der Donaueschinger Leon Schäfer aber seine 150kg ausstoßen und so war ihnen der Sieg im Stoßen und im Zweikampf sicher. Der Endstand betrug 260 zu 221 für Donaueschingen nach Relativpunkten und 2 zu 1 nach Siegpunkten.
Sebastian konnte noch 121kg ausstoßen und Markus verbuchte 116kg. Sebastian war der beste Punktesammler des Abends mit 68 Punkten.
Trotz Unterzahl konnte der VfL sich den Siegpunkt im Reißen ergattern und wird daher zumindest für einen Wettkampftag trotz Niederlage auf Platz zwei in der Tabelle verweilen können.




Montag, 5. Dezember 2016

Zwei Burgen Turnier in Weinheim

 Wolfgang, Carl, Max und Thomas
Wolfgang, Carl, Max und Thomas
Sebastian, Carl, Max und Thomas
Sebastian, Carl, Max und Thomas


Am zweiten Advent (4.12) fand in Weinheim traditionell das Zwei Burgen Turnier für die Jahrgänge 2002 und jünger statt. Wie im letzten Jahr war der VfL Sindelfingen in diesem Jahr auch mit zwei Jugendlichen am Start. Es starteten Carl Küschall und Maximilian Blank. Beide präsentierten sich schon stark bei Vereinsmeisterschaft eine Woche zuvor.

Drei Bestleistungen für Carl

Der 14 jährige Carl begann den Wettkampf mit sicheren 35kg. Im zweiten Versuch bewältigte er 37kg. Bei der Vereinsmeisterschaft konnte er 40kg Reißen und. Nun ging er an 41kg und konnte diese ebenfalls gültig in die Wertung bekommen. Im Stoßen wiederholte er das ganze noch einmal. Nach sicheren 46kg und 49kg ging er daran die 50kg von der Vereinsmeisterschaft zu überbieten. Die 51kg konnte er auch bewältigen. Somit beendete Carl den Wettkampf mit drei neuen Bestleistungen und konnte sechs seiner sechs Versuche gültig bekommen.

Zwei Bestleistungen für Max

Beim 13 jährigen Max lief es ebenfalls hervorragend, er hat mit 45 kg im Reißen begonnen. Im zweiten Versuch bewältigte er dann 48 kg. Damit war seine Leistung aus der Vereinsmeisterschaft schon um 2kg überboten. Im dritten Versuch ging er dann an 50kg. Diese hatte er auch schon bei der Vereinsmeisterschaft auch schon versucht, war jedoch beim Fixieren der Hantel über dem Kopf gescheitert. Diesmal machte er seine Sache aber deutlich besser und durfte sich über eine neue Bestleistung freuen.
Im Stoßen begann er problemlos mit 55kg. Im zweiten Versuch steigerte er sich auf 58kg. Im dritten Versuch wollte er seine Bestleistung von der Vereinsmeisterschaft von 61kg überbieten und ging auf 62kg. Diese stellte sich dann aber leider als noch zu schwer heraus. Die Zweikampf Leistung von 108 kg sind ebenfalls eine neue Bestleistung für Max.



Sonntag, 20. November 2016

Gewichtheber des GV Eisenbach zu Gast in Sindelfingen


 Gute Laune und Faszination im Publikum
Gute Laune und Faszination im Publikum

 Thomas, Marcel, Romina, Raja, Fiona und Nicolai bei der Siegerehrung
Thomas, Marcel, Romina, Raja, Fiona und Nicolai bei der Siegerehrung


Die zweite Mannschaft des GV Eisenbach zeigte am vergangenen Wochenende in Sindelfingen ihr Können. Sie verloren jedoch mit 67 : 151 Punkten gegen die Mannschaft des VfL Sindelfingen. Die Sportler des VfL Sindelfingen konnten sich zu Beginn einen gewissen Vorsprung erarbeiten und diesen über die Länge des gesamten Wettkampfs weiter ausbauen.

Für den GV Eisenach kämpften Leon Wesner, Marius Scharach, Tobias Ambs, Michael Prosch und Jürgen Braun. Sie waren somit nur fünf statt erlaubten sechs Teilnehmer. Die Mannschaft des VfL Sindelfingen erwies sich mit sechs Athleten als starker Gegner. Die Teammitglieder hier waren Raja Arabi, Nicolai Györfi, Sebastian Pawlik, Marcel Dingler, Romina Schulze und Fiona Dosdall.

Herausragende Leistung bei den Athleten des VfL Sindelfingen zeigten Fiona Dosdall und Thomas Hoffmann, welche beide ihre persönliche Bestleistung übertrafen. Thomas Hoffmann konnte seinen bisherigen Rekord im Reißen von  68kg auf 72kg verbessern. Fiona Dosdall verbesserte sich im Stoßen von 77kg auf 80kg.

Für den Sieg des VfL Sindelfingen erkämpften Fiona Dosdall (55 Punkte) und Romina Schulze (45 Punkte) die meisten Punkte. Sie vertraten den VfL Sindelfingen vor kurzem bei den Deutschen Gewichthebermeisterschaften. Beim GV Eisenbach trugen Tobias Ambs (40.2 Punkte) und Michael Prosch (14 Punkte) am meisten zur Gesamtpunktzahl bei.

Für Nicolai Györfi und Marcel Dingler lief es an diesem Tag gar nicht gut. Nicolai konnte zwar 75kg Reißen und 83kg Stoßen, musste aber auf seinen letzten Versuch im Stoßen verzichten, da seine derzeitige Verfassung einen vollen Wettkampf nicht hergibt. Marcel war zwar fit, hatte aber einen schlechten Tag erwischt und konnte im Reißen keinen gültigen Versuch verbuchen. Im Stoßen steuerte er mit 105kg zum Ergebnis bei. Auch bei Raja Arabi war heute etwas der Wurm drin, denn bei drei von ihren sechs Versuchen traute sie sich nicht unter die Hantel zu springen obwohl die Zughöhe bei weitem ausgereicht hätte, wobei einer dieser Versuche immerhin eine neue Bestleistung hätte werden können. Sie steuerte mit 33kg im Reißen und 45kg im Stoßen zum Ergebnis bei. Romina hingegen zeigte mit 48kg im Reißen und 56kg im Stoßen eine souveräne Leistung. Thomas Hoffmann (17 Jahre) war an diesem Tag der Jüngste im Team und präsentierte sich stark. Im Reißen eröffnete er mit seiner aktuellen Bestleistung von 68kg. Im zweiten Versuch scheiterte er sehr knapp an 71kg. Er hatte die Hantel praktisch schon in der Endposition musste sie dann aber unerlaubterweise hinter sich fallen lassen. Im dritten Versuch mit 72kg sah es dann wieder ganz ähnlich aus, nur dass er sich doch noch in letzter Sekunde wieder kontrollieren konnte und auch regelkonform ablassen konnte. Auch Fiona zeigte ein ähnliches Kunststück, nur im Stoßen. Nach 60kg im Reißen begann sie das Stoßen problemlos mit 72kg. Im zweiten Versuch konnte sie die mit 77kg beladene Hantel aber nicht auf die Schulter umsetzen. Sie steigerte dann aber dennoch auf 80kg. Mit etwas mehr Konzentration konnte sie die Hantel dann auch besser in den Schwerpunkt bringen und somit auf die Schultern umsetzen. Der Ausstoß gelang ihr dann auch und so konnte sie sich über eine neue Bestleistung freuen.

Der VfL Sindelfingen um Sebastian Pawlik (Cheftrainer Gewichtheben DOSB A-Lizenz) freut sich über jeden Zuwachs im Team. Interessierte jeden Alters sind herzlich willkommen (optimales Beginneralter ist zwischen 13 und 25 Jahre). Die Trainingszeiten und weitere Informationen sind auf Facebook unter facebook.com/sindelfingen.gewichtheben zu finden.




Freitag, 4. November 2016

Starker Nachwuchs!

 Sebastian, Max, Thomas, Gleb und Pascal nach dem Wettkampf
Sebastian, Max, Thomas, Gleb und Pascal nach dem Wettkampf


Am 29.10. fanden die BWG-Meisterschaften der Kinder und Schüler in Nagold statt. Dort traten auch zwei Heber des VFL Sindelfingen in der Altersklasse der Schüler an. Während Gleb Kogaj in der Gewichtsklasse bis 69kg hob, vertrat Maximilian Blank den VFL in der Gewichtsklasse über 69kg.

Neue Bestleistungen für Max

Max begann seinen Wettkampf mit soliden 40kg im Reißen. Im zweiten Versuch bewegte er 43kg geschickt über den Kopf und steigerte im dritten Versuch sogar auf 46kg. Auch dies gelang ihm sicher, sodass er seine alte Bestleistung von 35kg um ganze 11kg steigern konnte.
Das Stoßen startete Max mit 53kg, was bereits 8kg über seiner alten Bestleistung lag. Diese Last meisterte er souverän, sodass er im zweiten Versuch auf 56kg steigerte und auch diese sicher zur Hochstrecke brachte. In seinem letzten Versuch des Tages, steigerte er die Last noch einmal auf 60kg. Auch im dritten Versuch schaffte Max es die Hantel sauber auszustoßen, verlor beim verlassen des Ausfallschritts jedoch die Balance. Dennoch belegte Max mit einer guten Zweikampfleistung von 102kg und mehreren Bestleistungen, den 9. Platz.

Bestleistungen und zweiter Platz für Gleb

Bei Gleb lief es trotz Trainingsrückstand sehr gut. Er startete mit lockeren 52kg im Reißen in den Wettkampf, steigerte im zweiten Versuch dann auf 55kg. Anschließend versuchte er sich noch an 57kg, konnte die Last jedoch nicht vollends fixieren.
Somit blieb es spannend, denn im Stoßen ging es nun um die Medaillen. Nach soliden 70kg im ersten Versuch war klar, dass er eine gute Chance auf die Spitzenplätze haben. Im zweiten Versuch sollte die Silbermedaille gesichert werden. Dafür musste Gleb jedoch eine neue Bestleistung aufstellen. Er ließ die Hantel mit 75kg beladen und meisterte diese Prüfung. Im dritten Versuch versuchte er sich an 77kg, was jedoch zu schwer war. Gleb stellte somit eine neue Zweikampfbestleistung von 130kg auf, welche ihm aufgrund des geringeren Körpergewichts die Silbermedaille bescherte.

Damit ging ein spannender als auch erfolgreicher Wettkampftag zu Ende. Wir gratulieren den Athleten zu ihrer starken Leistung und freuen uns auf viele weitere Wettkämpfe. Ein großes Lob gilt auch den Organisatoren und Helfern der Meisterschaft, welche einen tollen Wettkampf auf die Beine gestellt haben.



Montag, 31. Oktober 2016

Deutsche Meisterschaft Gewichtheben 2016

Fiona schafft ihren letzten Versucht mit 75kg im Stoßen
Fiona mit 75kg

Romina stößt 61kg bei der Deutschen Meisterschaft im Gewichtheben in Plauen 2016
Romina mit 61kg

Am letzten Wochenende des Oktobers 2016 fand die deutsche Meisterschaft im Gewichtheben statt. Den VfL Sindelfingen vertraten in Plauen (Thüringen) Romina Schulze und Fiona Dosdall.

Romina souverän

Als erste startete Romina in der Gewichtsklasse bis 63kg. Mit 16 Teilnehmerinnen war dies die am besten besetzte Gewichtsklasse. Für Romina war das die deutsche Meisterschaft. Und das obwohl ihre Gewichtheberlaufbahn gerade mal knapp ein Jahr alt ist. Dementsprechend nervös war sie vor Beginn des Wettkampfs. Das Reißen begann sie aber souverän mit 46kg. Mit diesem Versuch konnte sie dann die enorme Anfangsnervosität ablegen. Im zweiten Versuch steigerte man auf 49kg, was nur 1kg unter ihrer eine Woche zuvor aufgestellten Bestleistung lag. In diesem Versuch zog sie wesentlich besser an der Hantel und konnte die Hantel sogar höher abfangen als im ersten Versuch. Im dritten Versuch verbesserte sie zu ihrer eigenen Überraschung ihre Bestleistung sogar noch auf 51kg. Die gute Vorbereitung durch ihren Trainer Sebastian Pawlik zahlte sich aus.
Auch in der zweiten Disziplin, dem Stoßen ging es im ersten Versuch darum die Nervosität abzulegen, aber dennoch nicht zu niedrig einzusteigen. Dies gelang mit 58kg. Im zweiten Versuch ging es mit 61kg dann schon an eine neue Bestleistung. Sie setzte das Gewicht problemlos in den Stand um, aber beim Ausstoß fehlte dann die letzte Konsequenz. Im dritten Versuch ging sie nochmal an das gleiche Gewicht. Wieder mit problemlosem Umsatz auf die Schultern. Den Ausstoß machte sie diesmal deutlich besser und konnte die Hantel über den Kopf bringen. In einer Mehrheitsentscheidung hatten aber die Kampfrichter diesen Versuch mit zwei von drei Stimmen für ungültig erachtet. So blieb sie bei 58kg im Stoßen. Dennoch bedeutete das auch eine neue Bestleistung im Zweikampf von 109kg und den zwölften Platz in der Gesamtwertung.


Nervenkitzel mit Fiona

Fiona ging einen Tag später in der letzten Gruppe der Frauen an den Start. Auch für sie war es in ihrer jungen Gewichtheberlaufbahn die erste deutsche Meisterschaft und auch hier war das Gespann um Trainer Marcel Dingler und Heberin entsprechend nervös. Aber auch hier konnte die Nervosität mit einem gut gewählten und souverän bewältigten Anfangsversuch abgelegt werden. Im ersten Versuch verbuchte Fiona 57kg im Reißen. Im zweiten Versuch stellte sie eine neue Bestleistung von 60kg auf. Im Dritten konnte sie sogar nach einem starken Zug 63kg über den Kopf bringen. Aber hier sahen leider zwei der drei Kampfrichter den Versuch als ungültig an. Man kann also zuversichtlich in die Zukunft sehen, denn sie selbst hätte von sich nicht gedacht, dass sie so schnell 63kg reißen können würde. Auch hier trägt die Vorbereitung des Trainers Marcel Dingler seine Früchte. Fiona lag nach dem Reißen auf dem fünften Platz.
Im Stoßen ereignete sich nun aber ein Drama in mehreren Akten. Es war geplant mit 72kg in den Wettkampf zu gehen. Im Aufwärmbereich wollten diese aber nicht gelingen. Sie versuchte sich auch zweimal an 75kg, diese gelangen dort ebenfalls nicht. Dann sollte sie für das Selbstvertrauen noch einmal 70kg Stoßen. Auch dies gelang nicht. Aber dann lief die Zeit davon und Fiona musste mit mehreren ungültigen Warmmachversuchen auf die Wettkampfplattform. Hier warteten 72kg auf Fiona. Sie konnte sie zwar nach etwas Kampf über den Kopf bringen, jedoch waren sie eindeutig nachgedrückt und das Kampfgericht hatte dies ebenfalls gesehen und als ungültig befunden.
Im zweiten Versuch brachte sie die 72kg wieder über den Kopf, mit weniger Unsauberkeiten als zuvor. Zwei der drei Kampfrichter sahen den Versuch als gültig an. Aber die Jury revidierte die Entscheidung der Kampfrichter und gab den Versuch ungültig. Um Fiona eine kleine Verschnaufpause zu gönnen und Kräfte zu sammeln steigerte Marcel dennoch auf 75kg. Dies verlangte von Fiona aber auch noch eine extra Portion Mut ab. Fiona zeigte im Zug wieder einen deutlichen Kraftüberschuss. Stand problemlos mit der Hantel auf. Holte Schwung, brachte sie sauber über den Kopf. Bei diesem letzten Versuch waren dann auch bei den Kampfrichtern keine Zweifel, dass er gültig ist. So konnte Fiona ein Zweikampfergebnis von 135kg verbuchen und beendete den Wettkampf auf Platz sechs.

Beide Heberinnen sind nun um ein paar Bestleistungen und Erfahrungen reicher und können sehr zufrieden auf dieses Wochenende zurück blicken. Der Ac Atlas Plauen war ein sehr guter Veranstalter und sorgte für einen angenehmen und reibungslosen Ablauf.

 Freude und Erleichterung nach dem Wettkampf
Freude und Erleichterung nach dem Wettkampf





Sonntag, 23. Oktober 2016

Saisonauftakt in der Gewichtheberhochburg





Die Landesliga Saison 2016/2017 hatte an diesem Samstag seinen ersten Wettkampftag. Die Sindelfinger Gewichtheber traten die Reise zum Oberligaabsteiger SGV Oberböbingen an. Wegen dem Abgang von mehreren ihrer Topleute entschieden sich die Oberböbinger in einer Liga tiefer mit einer neuen, sehr jungen, Mannschaft an den Start zu gehen. Trotz der Abgänge einiger Publikumslieblinge blieb Oberböbingen seinem Ruf treu eine Halle mit vielen Zuschauern und toller Stimmung zu haben.

Zum Saisonbeginn ist es immer schwierig den Gegner einzuschätzen und da man nur von ein paar Abgängen der Oberböbinger wusste, war unklar wie stark der Gegner sich präsentieren würde. Aufgrund von Verletzungen und anderen Problemen konnte aber auch Sindelfingen sich nicht in voller Stärke präsentieren.

Der VfL begann den Wettkampf stark und gab am Anfang gleich das Tempo vor. Durch die ersten Reißversuche von Romina Schulze hatte man schon einen guten Punktevorsprung aufgebaut. Fiona Dosdall hat es durch einen Fehlversuch an 57kg zu Beginn etwas spannend gemacht, aber nachdem sie das Gewicht im zweiten Versuch gültig über den Kopf gebracht hatte, hatte der VfL Sindelfingen schon ein beruhigendes Polster. So konnte Romina im dritten Versuch noch eine neue Bestleistung mit 50kg im Reißen aufstellen. Fiona tat es ihr gleich und stellte ebenfalls mit 60kg eine neue Bestleistung auf. Auch Nicolai Györfi zeigte in der ersten Gruppe eine hervorragende Leistung. Er konnte erst vor zwei Wochen nach einer längeren Verletzungspause das Training wieder aufnehmen - kam aber im Reißen auch schon nahe an seine alten Bestleistungen heran und konnte mit 3 schönen Versuchen und 80kg auch einige Punkte zur Mannschaftswertung beitragen.

Als nächstes ging Pascal Hüben für den VfL Sindelfingen an die Hantel. Auch er hat wegen eines langen Urlaubs etwas Trainingsrückstand. Trotzdem prästentierte er sich erstaunlich fit. Er begann mit sicheren 90kg und steigerte sich im zweiten Versuch auf 95kg. Im dritten Versuch versuchte er mit 101kg nahe an seine Bestleistung zu kommen. Er brachte sie zwar über den Kopf, konnte die Hantel jedoch nicht in der Hocke stabilisieren.
Für Marcel Dingler lief es an diesem Tag nicht so gut, er konnte nur seinen ersten Versuch mit 93kg in die Wertung bekommen. Danach scheiterte er leider zwei mal sehr knapp an 96kg.
Dennis Hildebrandt absolvierte seine ersten zwei Versuche sehr routiniert. Nachdem er mit 110kg wertvolle Punkt zu Mannschaftswertung beigetragen hatte, versuchte er noch mit 117kg eine neue Bestleistung aufzustellen. Im erging es hier jedoch ähnlich wie Pascal. Er brachte die Hantel über den Kopf, versuchte noch sie zu stabilisieren, aber er konnte das nach vorne Wandern der Hantel nicht unterbinden und musste somit den Versuch verloren geben.

Dennoch hatte der VfL Sindelfingen eine komfortable Führung von fast 50 Punkten nach der ersten Disziplin.

Im Stoßen kam in der ersten Gruppe nochmal etwas Spannung auf, weil hier Oberböbingen zu Beginn noch dagegen halten konnte und nach den ersten drei Hebern sogar eine kleine Führung von wenigen Punkten aufbauen konnte. Das geschah aufgrund der Tatsache, dass Romina Probleme mit der Schulter hatte und diese für die deutsche Meisterschaft schonen wollte, da diese schon in der kommenden Woche stattfindet. Für sie sprang Raja Arabi ein. Raja macht erst seit sehr kurzer Zeit Gewichtheben, aber sie präsentierte sich stark. Nachdem sie im Warmmachraum schon eine neue Bestleistung im Reißen aufgestellt hatte, zeigte sie auch auf der Wettkampfbühne, dass sie einen guten Tag hatte. Hier hob sie bei  allen drei Versuchen neue Bestleistungen und konnte damit den Vorsprung der Oberböbinger klein halten. Nicolais Trainingsrückstand begann sich nun im Stoßen zu zeigen. Im zweiten Versuch mobilisierte er all seine Kraftreserven um die 90kg auf die Schultern umzusetzen und dann noch über den Kopf auszustoßen. Für den dritten Versuch blieb ihm dann leider keine Kraft mehr.
Fiona konnte wie im Reißen auch im Stoßen eine neue Bestleistung aufstellen. Diese lautet in dieser Disziplin nun 77kg. Wie Romina wird auch sie den VfL Sindelfingen bei der deutschen Meisterschaft am 28./29.10 vertreten. Da kann man ihr nur wünschen, dass die 80kg im Stoßen dann dort auch klappen.
Für Marcel lief es an diesem Tag auch im Stoßen nicht gut, auch hier konnte er nur den ersten Versuch mit 103kg in die Wertung bekommen. Trotz starker Kampfleistung in den folgenden Versuchen blieben ihm heute die 107kg verwehrt.
Auch Pascal zeigte ein ähnliches Muster wie im Reißen, die ersten zwei Versuche brachte erst überzeugend in die Wertung. Er verbuchte 110kg. Im dritten Versuch versuchte er sogar eine neue Wettkampfbestleistung von 114kg aufzustellen. Jedoch fehlt ihm dazu noch etwas die Beinkraft.
Nach dem ersten Stoßversuch von Dennis Hildebrandt waren die Punktverhältnissegegenüber dem SGV Oberböbingen aus dem Reißen wieder endgültig hergestellt. Er verbuchte 130kg und 135kg für den VfL Sindelfingen. Auf seinen letzten Versuch verzichtete er, da er bald bei dem Crossfit Wettkampf “German Throwdown” an den Start gehen wird und sich so kurz davor keine Verletzung zuziehen möchte.

Lobend zu erwähnen ist natürlich die Stimmung, die die Oberböbingern bei ihren Wettkämpfen in ihrer Halle haben. Auch ist es der jungen Mannschaft zu wünschen, dass sie weiterhin so gute Fortschritte machen - alle der drei jungen Oberböbinger stellten eine vielzahl neuer Bestleistungen auf. Wenn die Jugendarbeit dort weiterhin so gut läuft wird man in den kommenden Jahren bei Oberböbingen wieder auf einen sehr starken Gegner treffen, sowie man es den letzten Jahren gewohnt war. Aber zumindest in diesem Jahr durften sich die Sindelfinger noch über einen klaren Sieg zum Saisonstart freuen.



Sonntag, 18. September 2016

5mal Edelmetall bei der Baden Württembergische Meisterschaft 2016





Am 17. September fand die Baden Württembergische Meisterschaft im Gewichtheben in Mannheim statt. Der VfL Sindelfingen war mit zwei Heberinnen und zwei Hebern vertreten.

Den Auftakt machte Romina Schulze in der Gewichtsklasse bis 63kg. Sie begann das Reißen mit 44kg, was nur 3kg unter ihrer bisherigen Bestleistung ist. Auch den zweiten Versuch mit 46kg bewältigte sie problemlos. Der Versuch an der neuen Bestleistung von 48kg brachte sie über den Kopf und konnte die Hantel in der Hocke abfangen. Aber sie konnte die Hantel nicht stabilisieren und musste die Hantel frühzeitig ablegen. Im Stoßen liefen die ersten beiden Versuche ebenfalls sehr gut. Sie verbuchte hier 60kg. Nur war hier leider die neue Bestleistung von 62kg auch wieder zu schwer. Insgesamt blieb sie nur 1kg hinter ihrer bisherigen Zweikampfbestleistung zurück und belegte in ihrer Klasse den dritten Platz.

Als nächstes stieg Fiona Dosdall in den Wettkampf ein. In der Woche vor dem Wettkampf hatte sie noch muskuläre Probleme im Oberschenkel, aber am Wettkampftag schien alles wie weggeblasen. Im Reißen sowie im Stoßen versuchte sie neue Bestleistungen aufzustellen. Im Reißen gelang ihr das leider nicht und so verbuchte sie 55kg statt 58kg. Im Stoßen gelang es ihr aber ihre Bestleistung im dritten Versuch um 1kg auf 76kg zu steigern. Sie blieb wie Romina 1kg hinter ihrer bisherigen Zweikampfbestleistung. Mit diesen 131kg im Zweikampf belegte sie den ersten Platz in ihrerer Klasse.

Nächster Heber für den VfL war der Jugendheber Thomas Hoffmann. Das Reißen begann er mit 65kg, somit 2kg mehr, als er seinen letzten Wettkampf beendete. Im zweiten Versuch konnte er eine neue Bestleistung mit 68kg verbuchen. Und da sich alle für ihn alle Versuche noch verhältnismäßig einfach anfühlten, ging er im dritten Versuch sogar noch auf 72kg. Diese stellten sich an diesem Tag aber doch als zu ambitioniert heraus. Im Stoßen lief es für ihn hervorragend. Er startete den ersten Versuch mit 84kg was 1kg mehr ist, wie er im letzten Wettkampf bewältigte. Im dritten Versuch konnte er sogar seine Bestleistung auf 90kg ausbauen. Gleichzeitig waren auch die 158kg im Zweikampf neue Bestleistung für ihn. Mit dieser Leistung belegte er den zweiten Platz.

Als letzter betrat Sebastian Pawlik die Wettkampfbühne. Im Reißen lief es für ihn an diesem Tag besonders gut. Mit 85kg startete er mit 10kg mehr als sein stärkster Konkurrent bewältigen konnte. Im zweiten Versuch bewältigte dann noch relativ einfach 89kg. Auch die 93kg bewältigte er sehr souverän und konnte damit sein bestes Reißergebnis seit fast einem Jahr verbuchen. Auch im Stoßen begann er mit starken 112kg den Wettkampf. Im zweiten Versuch steigerte er sich auf 117kg. Im letzten Versuch ging er dann auf 122kg. Nachdem er die Hantel noch stark auf die Schulter umsetzen konnte, scheiterte er nur sehr knapp am Ausstoß. Sein Vorsprung auf den zweiten Platz betrug zu diesem Zeitpunkt aber schon 35kg und war daher also nicht gefährdet.  Mit Sebastians erstem Platz, standen nun zwei erste Plätze, ein zweiter Platz und ein dritter Platz auf dem Konto des Vereins. Des weiteren wurde Sebastian drittbester Heber über alle Gewichtsklassen hinweg. Auch in der Mannschaft belegte der VfL Sindelfingen einen guten dritten Platz, hinter den Bundesligisten aus Weinheim und Obrigheim.






Sonntag, 14. August 2016

Sonnenschein und Gewichtheben



Wie im Jahr zuvor nahmen Sebastian Pawlik und Pascal Hüben vom VfL Sindelfingen beim Freiluft-Gewichtheben in Ladenburg teil. Auch dieses Jahr hatten die Veranstalter des Walter-Engel-Gedächtnis-Turniers das Wetter auf ihrer Seite. Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein gesellten sich immer wieder vorbeigehende Passanten unter das Publikum und konnten bestaunen wie die Frauen und Männer schwere Gewichte über den Kopf brachten.

Sebastian ging in der Klasse bis 77kg an die Hantel. Im Reißen konnte er im ersten Versuch problemlos 83kg über den Kopf bringen. Im zweiten Versuch stellte er mit 87kg die Leistung von einem Monat zuvor in München ein. Für den dritten Versuch lies er dann 90kg auflegen. Nach einem schnell Zug brachte er die Hantel über den Kopf, die er dort aber dann nicht halten konnte und die Hantel hinter sich fallen lassen musste.
Im Stoßen ging er die Sache langsamer an als in München, konnte dafür aber relativ entspannt alle drei Versuche gültig in die Wertung bekommen. Er beendete den Wettkampf hier mit 113kg und einem Zweikampfergebnis von 200kg, was ihm den vierten Platz einbrachte.

Pascal startete in der Klasse bis 85kg. Da er die zwei Wochen vor dem Wettkampf eine Kinderfreizeit organisierte und daher nicht trainieren konnte, hatte er an diesem Wettkampf keine allzu hohen Erwartungen. Im Reißen begann er mit verhaltenen 85kg. Diese konnte er noch ohne ihn die Hocke zu gehen reißen. Im zweiten Versuch musste er dann sich etwas mehr anstrengen um 90kg in der Hocke über dem Kopf stabilisieren zu können. Auch die 94kg im dritten Versuch musste er sich erkämpfen, was ihm auch gelang.
Im Stoßen begann er mit 106kg. Mit etwas Kampf konnte er die Hantel vom Boden auf die Schultern umsetzen. Der Ausstoß machte ihm aber keine Probleme. Der Kampf beim Umsetzen wurde dann im zweiten Versuch mit 111kg mehr und dritten Versuch mit 113kg schon hart an der Grenze. Aber er meisterte alle drei Gewichte und konnte so mit 6 gültigen Versuchen und einer weißen Weste heimfahren. Die 113kg bedeuteten für ihn außerdem eine neue Wettkampfbestleistung. In einem starken Teilnehmerfeld belegte er damit den siebten Platz (von 12).

Auch in diesem Jahr wurde der Veranstalter mit guten Wetter für seinen Mut belohnt einen Wettkampf unter freiem Himmel auszutragen.




Sonntag, 10. Juli 2016

Schlaflos in München - Offene Münchner Meisterschaft 2016

 Markus und Sebastian nach dem Wettkampf
Markus und Sebastian nach dem Wettkampf

Am vergangenen Samstag fuhren Sebastian Pawlik und Markus Scharnowski nach München um an der  dortigen offenen Stadtmeisterschaft teilzunehmen.

Sebastian fuhr bereits um 5 Uhr morgens los, da für ihn der Wiegezeitraum von 7:30 Uhr bis 8:30 Uhr ging. Markus dagegen gönnte sich zumindest noch eine Stunde mehr Schlaf.

Platz fünf für Sebastian

Sebastian startete in der ersten Gruppe des Tages und zeigte sich dennoch gewohnt souverän und übertraf seine eigenen Zielstellungen bei weitem. Er begann das Reißen mit verhältnissmäßig leichten 75kg, da man beim Steigern vergessen hatte, dass man nur zwei mal steigern darf. Bei Ligenwettkämpfen wird diese Regel oft etwas weicher gehandhabt. Nach einem Zwischenversuch im Warmmachraum ging er im zweiten Versuch an 83kg und im dritten konnte er noch starke 87kg über den Kopf bringen.
In seiner stärkeren Disziplin dem Stoßen machte er seine Sache ebenfalls gewohnt souverän. Im ersten Versuch brachte 108kg in die Wertung im zweiten 113kg. In seinem letzten Versuch brachte er 8kg mehr, als er vor dem Wettkampf geplant hatte in die Wertung. Er verbuchte 118kg im Stoßen und im Zweikampf solide 205kg. In einem großen Teilnehmerfeld der Klasse bis 77kg belegte er den fünften Platz. Wobei die Plätze eins (Max Platzer) und zwei (Arthur Enns) von keinem der anderen Teilnehmer in Gefahr gebracht wurden.

Markus mit Bestleistungen ebenfalls auf dem fünften Platz

Markus startete in Gruppe 4 in der Gewichtsklasse bis 85kg. Zu dieser Uhrzeit hatte sich der Wettkampfraum schon ordentlich aufgeheizt und alle Teilnehmer durften ordentlich schwitzen. Diese Gruppe war auch die teilnehmerstärkste Gruppe mit fast 20 Startern.
Markus hat für diesen Wettkampf extra einige Kilo abgenommen und machte seit ca. 2,5 Jahren mal wieder einen Wettkampf in dieser Gewichtsklasse. Im ersten Reißversuch brachte er locker  88kg in die Wertung. Den zweiten Versuch verschenkte er jedoch. Er bekam 93kg ungültig wegen Nachdrückens. Dies korrigierte er dann im dritten Versuch.
Im Stoßen begann er mit einem Sicherheitsversuch von 105kg. Im zweiten Versuch ging man dann auf 116kg, was eine neue Bestleistung in der Klasse bis 85kg für ihn bedeutete. Im dritten Versuch konnte er mit etwas Kampf im Ausstoß diese sogar noch auf 122kg ausbauen. Er wurde wie Sebastian Fünter in seiner Gewichtsklasse und konnte persönliche Gewichtsklassen-Bestleistungen im Stoßen und im Zweikampf (215kg) aufstellen. Zugleich stellte er auch noch eine neue Bestleistung in Relativ- und in Sinclairpunkten auf (46,6 RP/258 SP).

Für die beiden war die offene Münchner Meisterschaft eine gelungene Veranstaltung. Ein großes Lob auch an den Ausrichter ESV München Neuaubing, der alles reibungslos über die Bühne brachte und auch seine Personalstärke unter Beweis stellte, da sie trotz der vielen benötigten Helfer auch noch viele Heber am Start hatten.





Sonntag, 12. Juni 2016

Baden Württembergischen Mehrkampf Meisterschaft der Jugend



Am vergangen Samstag waren die Baden Württembergischen Mehrkampf Meisterschaft der Kinder und Schüler in Fellbach.
Das war eine sehr große Veranstaltung mit sehr vielen Teilnehmern aus allen Ecken Baden Württembergs. Daher ging die Veranstaltung trotz zweier Wettkampfplattformen von morgens bis in den frühen Abend. Der Wettkampf bestand aus zwei Teilen, einmal dem Gewichtheben und einem athletischen Teil, bestehend aus einer Wurfübung, einer Sprintübung und einer Sprungübung.
Vom VfL Sindelfingen gingen Maximilian Blank und Gleb Kogaj an den Start. Betreut wurden die zwei von Pascal Hüben, Markus Scharnowski und Maxs Vater Thomas Blank.

Der zwölfjährige Max bestritt an diesem Tag sein zweiten Wettkampf und seinen ersten Wettkampf mit Athletikteil. Als erstes durfte er an die Hantel. Im Reißen begann er den Wettkampf mit 31kg, was nur 1kg unter der Bestleistung seines letzten Wettkampfs war. Er konnte sie auch über den Kopf bekommen, nur der Kampfrichter gab den Versuch wegen einer etwas unsauberer Ausführung ungültig. Das konnte er im zweiten Versuch verbessern und im dritten Versuch mit 34kg sogar eine neue Bestleistung aufstellen. Im Stoßen konnte er im ersten Versuch 44kg in die Wertung bekommen. Im zweiten Vesuch steigerte er nur um vorsichtige 2kg, weil im Warmmachen sich ein leichtes zwicken in der Schulter zeigte. Aber auch die 46kg waren kein Problem für ihn. Im dritten Versuch packte ihn dann aber doch der Ehrgeiz und steigerte auf 50kg. Nach einer starken Kampfleistung im nach dem Umsatz aus der Hocke zu kommen, brachte er die Hantel auch über den Kopf und wurde somit für seinen Mut belohnt und konnte damit auch eine neue Bestleistung im Stoßen und im Zweikampf verbuchen. Im Athletikteil ging es für ihn dann nur darum auf seine leichte Verletzung aufzupassen, Spaß zu haben und da es das erste mal für ihn war neue Erfahrungen zu sammeln.

Für den 15 Jahre alten Gleb war die Wettkampfreihenfolge umgekehrt. Er startete mit Athletik und dann später den Gewichthebenteil absolvieren. Da sein Vereinskamerad Tom Sommer sich erst kürzlich dabei verletzte und daher nicht an diesem Tag nicht antreten konnte, war es das Ziel hier einfach nur unbeschadet durchzukommen. Nach einer ca. 3 stündigen Pause hätte es für ihn mit dem Gewichtheben weitergehen sollen. Die Pause wurde für eine gemeinsame Mahlzeit mit den Betreuern in einem Restaurant genutzt. Bei der Rückkehr erfuhr man dann, dass das Gewichtheben um eineinhalb Stunden vorgezogen wurde, und man nur noch 20 Minuten hatte um sich warm zu machen. Das hieß dann, dass alles zügig von statten gehen musste. Die Betreuer entschieden dann auch seinen Anfangsgewicht von 50kg auf 55kg zu erhöhen um etwas mehr Zeit zu kaufen. Damit konnte zumindest das Warmmachen komplett durchgezogen werden. Auf der Wettkampfplattform angekommen waren diese 55kg im ersten Versuch doch etwas hektisch und er konnte sie nicht in der Hocke fixieren. Im zweiten Versuch machte Gleb das dann deutlich besser und brachte sie gültig in die Wertung. Im dritten Versuch scheiterte er dann an 57kg. Im Stoßen nahmen die Sindelfinger dann auch eine taktische 1kg Steigerung beim Eröffnungsversuch vor. Damit konnte man sich auch einige Minuten mehr Zeit für das Warmmachen kaufen. Er begann das Stoßen dann souverän mit 66kg. Im zweiten Versuch scheiterte an 69kg, welche er dann im dritten Versuch mit Bravour meisterte. Dieser hektische Wettkampfverlauf war sicher nicht optimal eine Bereicherung für Glebs Erfahrungsschatz im Umgang mit schwierigen Situationen.

Ein großes Dankeschön geht auch an den SV Fellbach, der es geschafft hat, diese für kleine Vereine doch sehr große Veranstaltung mit sehr wenig Reibung durchzuziehen. Die Fellbacher konnten sich auch auf Helfer anderer Vereine des Bezirks Mittlerer-Neckar stützen, denn ohne diese wäre das nicht möglich gewesen. Auch hierfür im Namen aller Teilnehmer herzlichen Dank.



Samstag, 7. Mai 2016

Fette Ausbeute: Sechs erste Plätze

Fette Ausbeute: Sechs erste Plätze, den dritten Platz in der Mannschaftswertung und beste Junioren männlich und weiblich.




Mit hoher Beteiligung fand am vergangenen Samstag die Bezirksmeisterschaft im Gewichtheben vom Bezirk Mittlerer Neckar in Sindelfingen statt. Mit über 60 Hebern von der D-Jugend bis zur Altersklasse 8 (Geburtsjahr 1948) gab es überraschend viele Meldungen. Mit von der Partie waren Oberböbingen, Fellbach, Nagold, Magstadt, Wetzgau und natürlich Sindelfingen selbst. Sogar der AC Neulussheim hat einen Heber außer Konkurrenz für die Norme der Deutschen Meisterschaft angemeldet.
Die Sindelfinger stellten in der Jugend vier Heber in den Wettkampf.
Maximilian Blank absolvierte seinen ersten Wettkampf in der C-Jugend in der Klasse über 63 Kilogramm. Mit 32 Kilo im Reißen und drei gültigen versuchen im Stoßen konnte er sich mit schlussendlich 45 Kilo den zweiten Platz sichern.
In der B-Jugend in der Klasse bis 62 Kilogramm ging Tom Klotz leicht verletzt an die Hantel. Mit sechs vorsichtigen aber gültigen Versuchen (30/41) reichte es ihm dennoch für den ersten Platz.
Ebenfalls in der B-Jugend in der Klasse über 69 Kilo startete Carl Küschall und gab sein Debüt zum Besten. Mit 35 Kilo im Reißen und 41 Kilo im Stoßen konnte er alle Versuche gültig bekommen. In einem hart umkämpften Feld erreichte er dennoch den fünften Platz.
In der A-Jugend ging Thomas Hoffmann in der Klasse bis 77 Kilo an den Start. Im Reißen konnte er sich nur den ersten Versuch 63 Kilo sichern. Er scheiterte zwei Mal an den 67. Im Stoßen lief es dafür mit 83 Kilo besser, so dass er sich auch hier den ersten Platz sichern konnte.
Auch bei den Junioren lief es hervorragend. Pascal Hüben und Fiona Dosdall waren die besten aller Junioren der Meisterschaft.
Pascal erreichte in der Klasse bis 94 Kilogramm mit 103 Kilo im Reißen einen persönlichen Rekord und blieb mit 111 Kilo im Stoßen nur drei Kilo unter der Norm für die Deutsche Meisterschaft. Mit dieser Leistung belegte er klar den ersten Platz.
Fiona war ebenfalls gut aufgelegt. Mit einem neuen Rekord im Reißen und Stoßen erreichte sie 132 Kilo im Zweikampf. Ebenfalls ein neuer Rekord mit 51 Relativpunkten.

Bei den Aktiven Heberinnen und Hebern lief es ebenfalls sehr erfolgreich.
Nicolai Györfi startete in der 77er Klasse und konnte sich mit 171 Kilo im Zweikampf einen guten vierten Platz sichern. Peter Muschick schaffte es sogar in einer hart umkämpften Klasse auf den zweiten Platz. Mit 82 Kilo im Reißen und 95 im Stoßen absolvierte er einen guten Wettkampf.
TJ Darnell führte in dieser Klasse nach dem Reißen deutlich mit 110 Kilo, schaffte die Anfangslast mit 130 Kilo im Stoßen aber leider nicht und wurde daher aus der Wertung genommen.
Dennis Hildebrandt der Garant als Punktelieferant ließ es sich auch dieses Mal nicht nehmen in der Königsklasse bis 94 Kilo dich aufzutrumpfen. Mit 115 Kilo im Reißen und 145 Kilo im Stoßen blieb er nur 5 Kilo im Zweikampf des Kaderathleten aus Oberböbingen aus einer anderen Klasse. Er sicherte sich mit dieser sensationellen Leistung natürlich den ersten Platz in dieser Klasse. Markus Scharnowski belegte in dieser Klasse den dritten Platz mit 6 gültigen Versuche, 94 Kilo im Reißen und 117 Kilo im Stoßen.
Auch bei den Mädels lief es hervorragend. Romina Schulze schaffte es nach extrem kurzer Zeit die Norm für die Deutsche Meisterschaft im Oktober zu erfüllen. In der Klasse bis 63 Kilo erreichte sie mit sechs gültigen versuchen 47 im Reißen und 60 Kilo im Stoßen und belegte damit den dritten Platz.
Auch Raja Arabi konnte sich in der Klasse bis 75 den ersten Platz mit neuer Bestleistung 35/40 Kilo sichern.
Eine wirklich gelungene Veranstaltung, bei der sich jeder Teilnehmer wohl gefühlt hat, da auch für das leibliche Wohl mit Fleischkäse, Würstchen und mittags Kuchen gesorgt war.
Darüber hinaus hat jeder Teilnehmer eine Medaille, eine Urkunde und eine Riesentafel Ritter Sport Schokolade bekommen.
Vielen Dank an all die Helfer, ohne die eine solche Meisterschaft nicht stemmbar wäre!